Ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll?

Nur wenige Versicherungen werden von Experten als tatsächlich unentbehrlich angesehen. Zu ihnen zählt neben der privaten Haftpflichtversicherung und der Berufsunfähigkeitsversicherung auch die Risikolebensversicherung. Nur mit ihr können Hinterbliebene effektiv gegen das Risiko abgesichert werden, dass es durch den Tod des Hauptverdieners zu großen finanziellen Schwierigkeiten kommt.

Merkmale der Risikolebensversicherung

Risikolebensversicherungen werden für den Fall abgeschlossen, dass der Versicherungsnehmer vor Vertragsende verstirbt. Tritt dieser Versicherungsfall ein, leistet die Lebensversicherung die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme an die im Vertrag benannten Begünstigten. Anders als eine kapitalbildende Lebensversicherung wird bei reinen Risikolebensversicherungen kein Vermögen angesammelt, das bei Vertragsende im Alter ausgezahlt wird. Deswegen liegen die monatlichen oder jährlichen Prämien für Risikolebensversicherungen auch deutlich unter denen für kapitalbildende Lebensversicherungen. Werden Risikolebensversicherungen über einen langen Zeitraum abgeschlossen, ist es besonders empfehlenswert, eine Dynamisierung von Versicherungssumme und -beiträgen zu vereinbaren. Nur so wird gewährleistet, dass der Betrag, der bei Eintritt des Versicherungsfalles ausgezahlt wird, auch tatsächlich ausreichend ist.

Keine Lebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung

Liegen ernste chronische Vorerkrankungen oder andere schwerwiegende Beeinträchtigungen der Gesundheit der zu versichernden Person vor, steigt das Risiko für das Versicherungsunternehmen. Die versicherungmathematische Wahrscheinlichkeit, dass der Versicherungsfall durch Ableben des Versicherungsnehmers vor Vertragsende eintritt, ist sehr viel höher als bei gesunden Kunden. Deswegen verlangen alle Lebensversicherer vor dem Abschluss eines Vertrages, dass Auskünfte über den Gesundheitszustand der zu versichernden Person gegeben werden. Dies kann entweder im Wege der Selbstauskunft durch das Ausfüllen eines Fragebogens geschehen, oder durch das Entbinden des behandelnden Arztes von der Schweigepflicht. Nur wenn diese Prüfung ergibt, dass kein wesentlich erhöhtes Sterberisiko besteht, sind Versicherungsunternehmen zum Vertragsabschluss bereit. Um hier die besten Chancen zu haben, die Gesundheitsprüfung durch einen Lebensversicherer zu bestehen, sollten Risikolebensversicherungen möglichst frühzeitig, in jungen Jahren abgeschlossen werden. Dann ist die statistische Wahrscheinlichkeit für medizinische Hinderungsgründe für eine Versicherung erfahrungsgemäß am geringsten. Wer begründete Bedenken hat, die Gesundheitsprüfung nicht zu schaffen, sollte sich von einem Versicherungsexperten beraten lassen.

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